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Aktuelle Umbaumaßnahmen

In den kommenden Jahren stehen sehr große bauliche und konzeptionelle Veränderungen für unser traditionsreiches Haus an. Parallel entsteht das dritte Welterbe-Infozentrum zum UNESCO-Welterbe im Harz. Auf dieser Seite möchten wir Sie über die diesbezüglichen Fortschritte informieren. Trotz der Arbeiten setzen wir alles daran, Ihnen einen anregenden Museumsbesuch zu bieten. Übrigens: Das Freigelände mit seinen historischen bergbaulichen Anlagen ist von den Baumaßnahmen nicht betroffen und uneingeschränkt betretbar.

September 2021: Bergbaukonstruktionen in der Bornhardtstraße

Spektakuläre Aktion am bzw. im Gebäude des künftigen Welterbe-Infozentrums: Die Zimmerer haben in den vergangenen Tage den Grundbalken des Fachwerks ausgetauscht - ein neuer Balken aus Eichenholz in demselben Querschnitt übernimmt jetzt die Funktion. In der Zwischenzeit stütze ein Provisorium die Last der gesamten Hauses. Uns erinnerte die Konstruktion natürlich sehr an den Bergbau.

Seit Mitte September laufen die Elektronikarbeiten und vorbereitende Arbeiten für die Neuinstallation des Heizungssystems in der Bornhardtstraße 14. Parallel sichern die Restauratoren die historischen Putze an Decken und Wände im Erdgeschoss, um die historische Substanz zu erhalten. Zu einem geschlossenen Gesamtbild werden bald auch die Harzer Schiebefenster beitragen. Letztlich wird das Gebäude das Erscheinungsbild haben, das es im 19. bzw. frühen 20. Jahrhundert hatte.

Zwischenzeitlich sind die Sicherungs- und Untersuchungsarbeiten am OBM (Bornhardtstraße 16) abgeschlossen. Die Fassade kann wieder verschlossen und das Gerüst abgebaut werden.

August 2021: Ärchäologische Untersuchungen ohne relevante Befunde

Gute Neuigkeiten von der Museumsbaustelle: Die statischen Probleme am Eingangsbereich konnten behoben werden. Besucherinnen und Besucher können somit in Kürze wieder über den Haupteingang in die Geschichte des Oberharzer Erzbergbaus eintauchen.

Darüber hinaus sind die Abbrucharbeiten am alten Verbindungsgebäude zwischen der Bornhardtstraße 16 und 14 im Bereich der Kellerfundamente abgeschlossen. Auch wurden die hinter den Mauern freigelegten historischen Bodenschichten vom Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege - Arbeitsstelle Montanarchäologie archäologisch untersucht. Nach Säuberung des Bodenprofils mit der Kelle wurden außer tiefreichenden Schichtungen mit Lockermaterial und Spuren einer möglichen Terrassierung, evtl. aus der Stadtgründungszeit, keine weiteren Befunde festgestellt. Insbesondere Scherben oder markante Kulturschichten waren nicht zu finden. Weitere Begehungen erfolgen im Bauablauf…

Nun werden die letzten statischen Fragen geklärt, damit der Hochbau im September 2021, genauer: in der 37. Kalenderwoche, beginnen kann. Der enge Zeitplan sieht vor, dass er bereits zum Winter abgeschlossen ist.

Auch im künftigen Welterbe-Infozentrum (Bornhardtstraße 14) geht es voran: Die Monteure führen aktuell Installationsarbeiten (Elektro, Wasser, Heizung) aus.

Juli 2021: Auf Umwegen ins OBM

Mittlerweile ist das Museumgebäude vollständig eingerüstet, was unmittelbaren Einfluss auf den Eingangsbereich hat: Besucherinnen und Besucher können das Museum derzeit nur noch über den Innenhof betreten. Der kleine Weg links am Museum – zwischen Bornhardtstraße 16 und 18 hindurch – führt dorthin. Natürlich ist die kleine Umgehung auch ausgeschildert.

Juni 2021: Abriss schafft Platz für neuen Verbindungsbau

Eine große Lücke klafft zwischen dem Oberharzer Bergwerksmuseum in der Bornhardtstraße 16 und der ehemaligen Museumsgaststätte (Bornhardtstraße 14): Seit Mitte Mai wird das Zwischengebäude abgerissen, um Platz für einen neuen Verbindungsbau zu schaffen. Im Herbst 2021 soll der Hochbau dieses Verbindungsbaus stehen. Sobald die anschließenden Einbauten abgeschlossen sind, werden künftig sowohl das traditionsreiche Museum als auch das neue Infozentrum zum UNESCO-Welterbe im Harz barrierefrei zugänglich sein.

Bereits seit Mitte Mai laufen die Abrissarbeiten des alten Zwischengebäudes. Zunächst eine mühsame Arbeit, da die Bauteile einzeln abgetragen wurden, um sie getrennt entsorgen zu können. Mittlerweile ist schweres Gerät im Einsatz, mithilfe dessen das Fundament im Boden abgetragen wird. Solange ein neuer Verbindungsbau die Seitenwände der Gebäude in der Bornhardtstraße 14 und 16 schützt, sind diese Gebäudewände mit Planen verhängt.

Auch die Baumaßnahmen im Oberharzer Bergwerksmuseum, das die Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz seit 2013 betreibt, gehen weiter. Eine baufachliche Untersuchung soll klären, ob Schäden in der Bausubstanz vorliegen. Abschließende Ergebnisse liegen derzeit noch nicht vor.

Bei aller Freude auf das baulich und konzeptionell weiterentwickelte Bergwerksmuseum sowie das dritte Welterbe-Infozentrum bleibt ein Wehmutstropfen: All die genannten Baumaßnahmen können zu Einschränkungen und Lärmbelästigungen führen. Hierzu Museumsleiter Uli Reiff: „Damit wir unseren Gästen auch zukünftig ein inspirierendes Museums- und Ausstellungserlebnis bieten können, bauen wir heute mit Hochdruck – im laufenden Betrieb. Bei möglichen Störungen bitten wir unsere Besucherinnen und Besucher, aber auch unsere Nachbarn, um Verständnis.“

Mai 2021: Große Exponate - schweres Gerät

Es ist soweit: Für die anstehenden Umbaumaßnahmen ziehen unsere Großexponate um! Der Erzbrocken aus der Grube Hilfe Gottes (Bad Grund) wird mit seinen über zwei Tonnen Gewicht ab sofort auf dem Freigelände des Museums zu sehen sein. Der originale Erzkahn aus dem Ernst-August-Stollen – mit 700 Kilogramm ebenfalls kein Leichtgewicht -, zieht ins Winterhoffhaus (Bornhardtstraße 18). Einst wurden mit ihm unter Tage Erz vom Kaiser-Wilhelm-Schacht zum Ottiliae-Schacht transportiert. Glücklicherweise werden wir bei den Räumarbeiten von den Kameraden des Technischen Hilfswerk (herzlichen Dank für Euren tatkräftigen Einsatz!) unterstützt, die für den Transport dieser schweren Exponate ihren Radlager mitgebracht haben.

April 2021: Es geht los...

Aktuell räumen wir sämtliche Ausstellungsbereiche unseres Museums, die ab Mai 2021 von Umbau- und Sanierungsmaßnahmen betroffen sein werden. Konkret sind das alle Objekte im Startzimmer (= beim Betreten des Museums in der Bornhardtstraße 16 erster Raum rechts), in den beiden Etagen des Verbindungsbaus zwischen der Bornhardtstraße 14 und 16 sowie im gesamten Obergeschoss des Gebäudes in der Bornhardtstraße 14 (= über der ehemaligen Museumsgaststätte). Eine Menge Arbeit, da insgesamt etwa 2/3 aller Ausstellungsräume betroffen sind.

Bei der Räumung suchen wir gezielt prominente Schaustücke des Museums aus dem Erdgeschoss aus und platzieren sie ins Obergeschoss, so dass auch während der kommenden Umbaujahre stets ein exklusives Minimalangebot mit „den besten Stücken der montanhistorischen Sammlung“ zu sehen bleibt.

Große Exponate können wir glücklicherweise in das Erdgeschoss des Nachbarhauses in der Bornhardtstraße 18 (Winterhoffhaus) so einlagern, dass etwa der originale Erzkahn oder das Gangerzmodell des Oberharzer Bergbaus in einer Art „Museum in der Kiste“-Ausstellung trotz Bauarbeiten im Museum besichtigt werden können. Diese Ausweichfläche vermietet die Eigentümerin des Gebäudes, der Oberharzer Geschichts- und Museumsverein, an die Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz in deren Trägerschaft das Oberharzer Bergwerksmuseum seit dem Jahr 2014 liegt. Bereits im Zeitraum 2015 – 2017 konnte die Stiftung das Erdgeschoss für die Sonderausstellung „Perspektive Welterbe“ nutzen.

Nach den Räumarbeiten beginnt der Abbruch des Gebäudeteils zwischen dem Museumshaus und der ehemaligen Museumsgaststätte. Zwischen den beiden Gebäuden, die sich im Besitz der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld befinden, wird anschließend bis Herbst 2021 ein neuer Verbindungsbau entstehen. Hierdurch sollen das Oberharzer Bergwerksmuseums und das Gebäude der Bornhardtstraße 14, in dessen Erdgeschoss das dritte Welterbe-Infozentrum zum UNESCO-Welterbe im Harz entstehen soll, barrierefrei zugänglich werden. Nach der Eröffnung des Infozentrums in 2022 können Sie sich dort einen umfassenden Überblick über das UNESCO-Welterbe im Harz verschaffen und ihre individuellen Entdeckungstour planen.

Bevor die großen Exponate in das Winterhoffhaus ziehen können, mussten zuvor die Erdgeschossräume in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden, was nach einer erteilten denkmalschutzrechtlichen Genehmigung kürzlich erfolgt ist. Nur so können nun ein Sanierungskonzept und eine Kostenermittlung im Förderrahmen des Sanierungsgebietes aufgestellt werden. Bereits reparieren lässt der Oberharzer Geschichts- und Museumsverein ein Teilbereich des Daches, aber das ist im wahrsten Sinne des Wortes eine „andere Baustelle“.

Wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind, wird die Dauerausstellung völlig neu konzipiert und umgestaltet sein. Die im TRAFO-Projekt neu designten Bereiche vermitteln schon heute einen ersten Eindruck von der künftigen Linie des Museums. Nach Walkenried und Goslar wird dann auch in Clausthal-Zellerfeld ein Welterbe-Infozentrum den Auftakt bilden zu den Originalschauplätzen im UNESCO-Welterbe im Harz.