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Weihnachtsschicht Resumee

Bergwerksmuseum blickt auf eine erfolgreiche erste Auflage der Weihnachtsschicht zurück.

Das Oberharzer Bergwerksmuseum hatte am vergangenen Wochenende, 26. und 27. November, gemeinsam mit der Tourist Information Oberharz zur ersten Auflage der „Weihnachtsschicht im Bergwerksmuseum“ eingeladen. Nach zwei vergeblichen Anläufen in den zwei Jahren der CoronaPandemie konnten sich endlich am 1. Adventswochenende zahlreiche Aussteller in Freigelände und Schaubergwerk im weihnachtlich geschmückten Bergwerksmuseum präsentieren. „Alle Lichter sind gelöscht, alle Türen verschlossen und wir gehen hochzufrieden, wenn auch erschöpft, in den wohlverdienten Feierabend“ so das freudige Fazit von Maximilian Wagener, Verwaltungsleiter im Oberharzer Bergwerksmuseum, zur ersten Auflage der Weihnachtsschicht im Bergwerksmuseum. „Insgesamt konnten wir uns über 1.350 Gäste freuen, die sichtbar Vergnügen am weihnachtlichen Bummel im besonderen Ambiente hatten“ ergänzt Wagener. Auch das Feedback der Gäste und Aussteller fiel sehr positiv aus. Trotz einiger Krankheitsfälle präsentierten sich insgesamt 18 Aussteller in den über- und untertägigen Bereichen des Bergwerksmuseums.

Das typisch trübe Wetter am letzten Novemberwochenende tat der guten Stimmung der Gäste, auch durch das abwechslungsreiche Musikprogramm, keinen Abbruch.

Den Auftakt am Samstag machte unsere Bürgermeisterin Frau Emmerich-Kopatsch mit ihren Grußworten an die Gäste. Für die Welterbe-Stiftung, die das Museum und angegliederte Welterbezentrum betreibt, sprach die stellvertretende Stiftungsdirektorin Dr. Manuela Armenat über das Licht im Bergbau und Clausthal-Zellerfeld als Ort des Wissens. Katharina Dundler, Touristinfo Teamleitung Oberharz, und Museumsleiter Ulrich Reiff moderierten die ankommenden Gäste in das abwechslungsreiche Tagesprogramm. Besonders beliebt waren die adventlichen Stollenführungen. Als Highlight für die Gäste ging es nicht die gewohnte Strecke, sondern eine spezielle Wegführung führte in Teile des Stollennetzes, die nicht Teil der regulären Führung sind. Diese wurden von über 200 Lichtern erleuchtet und verliehen der Oberharzer Bergbaugeschichte einen komplett neuen Glanz. Auch das für einen Weihnachtsmarkt vielleicht ungewöhnliche Programm aus Vorträgen und Lesungen fand große Resonanz. Harzer Sagen und Märchen las Ulrich Windaus, „Kleine Traktahtle in Ewerharzer Mundart“ gaben Peter Wiehr und Ingrid Lader zum Besten. StadtwerkeLeiter Pöhling sorgte mit dem Vortrag „Energieversorgung im Oberharz von den historischen Wurzeln bis in die Zukunft“ für regen Austausch mit dem interessierten Publikum. Herr Rudolph vom Forstamt Clausthal-Zellerfeld sprach mit „Renaturierung der Harzwälder“ ebenfalls ein topaktuelles Thema an, das Gesprächsstoff bot.

Auf einen Vortrag mit Sammlerforum von Fachautor Hartwig Büttner zu Harzer Froschlampen folgte Lyrik und Prosa von Preisträgern des Literaturpreises Harz, deren literarische Streifzüge aus der Anthologie „Harzer Frosch am Wasserregal“ die Anwesenden begeisterten.

Im Krippenspiel 2022 führte das Oberharzer Knuffeltheater, Lissi Troppenhagen und Carsten Rehling, eine moderne lustige und doch besinnliche Version der Weihnachtsgeschichte auf – wie hätte sich Christi Geburt unter den bekannten prekären Verhältnissen, im Stall mit dem Vieh, unter den Augen des Jugendamtes wohl heute zugetragen. Auch sie ernteten stürmischen Beifall im bis auf den letzten Platz besetzten Auditorium.

Auf der Musikbühne weckten die Gospel Singers Altenau, das Trompeten-Duo Lenk, der Posaunenchor, der Chor der Marinekameradschaft und die Bergsänger Clausthal-Zellerfeld weihnachtliche Emotionen im Freigelände.

Eine Fortsetzung ist garantiert: „Die Planungen für das kommende Jahr haben bereits begonnen und wir haben einige spannende Ideen im Hinterkopf um unseren Gästen wieder einiges bieten zu können.“ Versprechen Wagener, Reiff und Dundler.