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Eröffnung der Sonderausstellung „Drahtseil und BLEICHERT-Drahtseilbahnen"

Trotz den Einschränkungen, die Sanierung und Umbauarbeiten für das neue Welterbe-Infozentrum mit sich bringen, ruht das Kulturschaffen im Oberharzer Bergwerksmuseum nicht. Zum Ausklang des Jahresprogramms eröffnet am 4. Adventsonntag die Sonderausstellung „Drahtseil und BLEICHERT-Drahtseilbahnen – Vom Harz in die Welt“. Mit Blick auf die Corona-Pandemie wird auf die ursprünglich geplante Eröffnung in feierlichem Rahmen verzichtet.

Um Arbeiten an der Elektroinstallation für das neue Welterbe-Infozentrum auszuführen, war das Oberharzer Bergwerksmuseum seit dem ersten Advent geschlossen. Nach dreiwöchiger Schließzeit öffnen sich am Samstag, den 18.12.2021, wieder wie gewohnt von 10 bis 17 Uhr die Türen. Für den Museumsbesuch, wie auch für die täglichen öffentlichen Führungen um 11 und 14 Uhr, gilt die 2 G-Regel. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich wird aber empfohlen.

Trotz den Einschränkungen, die Sanierung und Umbauarbeiten für das neue Welterbe-Infozentrum mit sich bringen, ruht das Kulturschaffen im Oberharzer Bergwerksmuseum nicht. Zum Ausklang des Jahresprogramms eröffnet am 4. Adventsonntag die Sonderausstellung „Drahtseil und BLEICHERT-Drahtseilbahnen – Vom Harz in die Welt“. Mit Blick auf die Corona-Pandemie wird auf die ursprünglich geplante Eröffnung in feierlichem Rahmen verzichtet.

Bereits Ende Oktober hatte Ausstellungskurator Ulrich Haag vom Bergbaumuseum Příbram (Tschechische Republik) das typisch Oberharzer Thema „Erfindung des industriellen Drahtseiles und seine Verbreitung in der Welt“ im Vortrag beleuchtet. Seither konnten Museumsbesucher im Roten Haus am oberen Ende des Museumsfreigeländes die kombinierte Wander-Ausstellung zu den Themen der Erfindung und der Verbreitung des industriellen Drahtseils bereits im schrittweisen Aufbau anschauen. Ende November kam vom Erdölmuseum Wietze schließlich der zweite Teil der von den Dresdner Verkehrsbetrieben erstellten Ausstellung zu Drahtseilbahnen der Firma BLEICHERT an.

1834 entwickelte der Oberbergrat Wilhelm August Julius Albert (1787-1846) in Clausthal die völlig neue Technologie zur Herstellung von Drahtseilen und machte damit eine der bahnbre-chendsten Erfindungen überhaupt. Drahtseile kennt jeder, wir alle benutzen sie unbemerkt praktisch täglich. Die Geschichte und die Entwicklung des Drahtseils, vor allem dessen genialer Erfinder gehören seit jeher zum festen Repertoire der Oberharzer Kulturgeschichte.

Da durch seine Anwendung im Bergbau größere Fördertiefen erreicht werden konnten, verbreitete sich das Drahtseil ausgehend von Clausthal-Zellerfeld rasch weltweit. Es kam auch im Příbramer Erzrevier Birkenberg zum Einsatz, das damals zu den bedeutendsten und modernsten Erzrevieren in der österreichischen Monarchie gehörte. 1853 entstand in Příbram eine erste Drahtseilmanufaktur die bis in die 60er Jahre des 20. Jh. produzierte.

2009 erinnerte in Clausthal-Zellerfeld ein Kolloquium an das bedeutende Jubiläum „175 Jahre Erfindung des Drahtseils“. Inspiriert hiervon wurde von den beiden Bergbaumuseen Příbram in der Tschechischen Republik und Clausthal-Zellerfeld eine zweisprachige Wanderausstellung erstellt, die bereits erfolgreich in verschiedenen Technik-Museen lief.