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Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September 2019 - Auf eine Zeitreise ins frühere Oberbergamt

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie und Welterbe-Stiftung laden am „Tag des offenen Denkmals“ in das historische Dienstgebäude in Clausthal ein.

Das bald 300 Jahre alte Oberbergamtsgebäude am Clausthaler Marktplatz öffnet am „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, den 8. September 2019, seine Pforten für Besucher*innen. Das heutige Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) lädt gemeinsam mit dem UNESCO-Welterbe im Harz / Oberharzer Bergwerksmuseum und dem Oberharzer Geschichts- und Museumsverein zu der Veranstaltung in das denkmalgeschützte Gebäude ein – ebenfalls beteiligt ist das Clausthaler Bergarchiv. Kostenlose Führungen (Dauer: etwa 45 Minuten) finden von 9:30 Uhr bis 17 Uhr statt. Höhepunkt ist sicherlich die Besichtigung des prächtigen „Weißen Saals“ in dem nach wie vor von der Bergbehörde genutzten Dienstgebäude. Es besteht auch die Möglichkeit, einen Blick in die umfangreiche Bibliothek des Hauses zu werfen. Besucher können außerdem Dokumente und Urkunden aus der langen und stolzen Geschichte des Oberharzer Bergbaus bestaunen, denn auch das Clausthaler Bergarchiv ist am Tag des offenen Denkmals mit von der Partie. Besucher*innen der Führung im Oberbergamt werden auf Wunsch anschließend ins benachbarte Bergarchiv weitergeleitet. Wer sich stärken möchte, ist im Innenhof des Dienstgebäudes willkommen. Dort bietet das Team von LBEG und Bergwerksmuseum Gegrilltes und Getränke an.

Das repräsentative Gebäude des einstigen Clausthaler Bergamtes mit seiner charakteristischen gelben Fassade wurde in den Jahren 1726 bis 1730 errichtet. Es entstand auf den Grundmauern eines im Jahre 1725 beim großen Clausthaler Stadtbrand zerstörten Vorgängerbaus. Die zentrale Lage am Rande des Marktplatzes westlich der Kirche „Zum heiligen Geist„ und unweit der Technischen Universität (der früheren Bergakademie) sowie des Rathauses steht für die Bedeutung der Bergbehörde. Das spätere Oberbergamt hat sowohl das hannoversche als auch das preußische Königreich überdauert – wobei die Anfänge bergbehördlicher Tätigkeit in Clausthal sogar auf das Jahr 1524 zurückgehen. Damit ist die Bergverwaltung eine der ältesten noch existierenden Behörden überhaupt. Bis heute darf in keiner Chronik fehlen, das im Jahre 1777 der noch junge, aber durch seinen „Werther“ schon europaweit bekannte Johann Wolfgang von Goethe während seiner ersten Harzreise zu Gast im Clausthaler Bergamt war.

Wer sich also auf eine kleine Zeitreise in die Geschichte der Bergverwaltung und auch des Bergbaus begeben möchte, ist beim „Tag des offenen Denkmals“ herzlich willkommen im historischen Oberbergamtsgebäude in der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld.