Gründungsgeschichte des Bergwerksmuseums

Das Oberharzer Bergwerksmuseum kann auf ein über 100-jähriges Bestehen zurückblicken. Damit ist es unter den Museen mit regionalgeschichtlichem Sammlungsschwerpunkt eines der ältesten.

Bereits in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts legte der Landrat Loos mit Unterstützung des Schulinspektors Friedrich Günter den Grundstock zu einem Museum, welches es sich im Laufe der Jahre immer intensiver zur Aufgabe machte, "Bergbaualterthümer" zu sammeln. 1892 wurden zunächst in den Gebäuden des Landratsamtes (heutiges Amtsgericht) Exponate aus der Sammlung des Oberbergamtes und zahlreiche Gegenstände, wie Gerätschaften, Kleidungsstücke u.a.m., die die einheimische Bevölkerung zur Verfügung gestellt hatte veröffentlicht. Bereits nach fünf Jahren hatte sich die Ausstellung bereits derartig vergrößert, daß die Räumlichkeiten im Landratsamt zu eng wurden, und das Museum in sein heutiges Gebäude, welches früher als Rathaus diente, umzog.
Bedingt durch die Folgen des ersten Weltkrieges, Wohnungsnot und finanzielle Engpässe, mußten die Ausstellungsstücke in den 20er Jahren wieder notdürftig im Landratsamt untergebracht werden, geeignete Räume standen lange nicht zur Verfügung, und so konnte das Museum in seiner heutigen Form erst 1928 wieder feierlich eröffnet werden.
Mit der Schließung der Gruben in den 20er und 30er Jahren entstand der Gedanke, Zeugnisse der Bergtechnik, z.B. Förderanlagen oder Kehrräder als Originale zu erhalten. Oberbergrat Hans Barry setzte sich dafür ein, daß nicht alle Gebäude und Maschinen stillgelegter Gruben abgerissen und zerstört würden. Auf dem Außengelände des Museums wuchs somit über und unter Tage eine Bergwerksanlage, die aus den demontierten Originalteilen der stillgelegten Gruben besteht.

So ist es der Weitsicht Clausthal-Zellerfelder Bürger zu verdanken, daß die einzigartigen Zeugnisse, die ein realistisches Bild des Oberharzer Gangerzbergbaus vermitteln können, rechtzeitig bewahrt wurden, und uns auf diese Weise die Möglichkeit geben, anhand beeindruckender Dokumente Lokal- und Regionalgeschichte des Oberharzes wiederzuentdecken.

Der Oberharzer Geschichts- und Museumsverein e.V.

Das Museum wird seit 1926 vom Oberharzer Geschichts- und Museumsverein e.V. ehrenamtlich geleitet. 1924 gegründet gehören dem Verein heute über 300 Mitglieder an.

Die Hauptaufgaben sieht der Verein in der aktiven Auseinandersetzung mit der Geschichte. Einen hohen Stellenwert haben dabei die Betreuung und Erhaltung von Montandenkmälern sowie die Organisation von Exkursionen und Vorträgen. Er betreut die über 200 nach dem Initiator benannten "Dennert-Tannen", ein Ausschilderungssystem, mit dem Geschichte dort erklärt wird, wo sie stattgefunden hat. Als Grundlage für die wissenschaftliche Forschung unterhält der Verein die "Harzbibliothek" mit mehr als 5000 Bänden.

 

Fragen, Anregungen, Kritik richten Sie bitte an Rolf Budach oder an das Museum.
Copyright (c) Oberharzer Bergwerksmuseum ,

 Donnerstag, 21. September 2006

Anschrift:
Das Oberharzer Bergwerksmuseum
Bornhardtstraße 16
38678 Clausthal-Zellerfeld

Telefon: 05323/98950
Telefax: 05323/989569

täglich von 10-17 Uhr
 geöffnet.

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