Die Technikdenkmale Ottiliae-Schacht, Rosenhöfer Radstube, der Schacht Kaiser Wilhelm II. und die Dorotheer Rösche, gleichzeitig auch alle Bestandteile des UNESCO-Welterbes im Harz, werden vom Oberharzer Bergwerksmuseum mit betreut.
Ob im Zusammenhang mit einem Besuch des Haupthauses oder als allein stehende Besichtigung sind diese Stätten immer einen Besuch wert.
Allein die Anfahrt zum Ottiliaeschacht in den offenen Waggons der historischen Tagesförderbahn ist ein besonderes Erlebnis. Am Ziel überragt das älteste europäische stählerne Fördergerüst die historischen bergbaulichen Anlagen.
Auf dem Gelände des Schachts Kaiser Wilhelm II. stehen Sie staunend vor original großen Nachbildungen eines Kehrrads und eines Kunstrades. Im Gebäude werden Sie umfassend in die Geschichte und die Technik des Oberharzer Wasserwirtschaft eingeführt.
Die Runde Radstube der Grube Thurm Rosenhof ist erst vor einigen Jahren durch Zufall wieder aufgefunden und frei gelegt worden. Sie ist in ihrer Größe und ihrer Bauweise einmalig auf der gesamten Erde. Hier tauchen Sie im wahrsten Sinne des Wortes tief in die Ursprünge des Oberharzer Erzbergbaus ein.
Ein Gang durch die Dorotheer Rösche vermittelt Ihnen ein Gefühl, was es heißt, unter Tage zu arbeiten.



Ottiliaeschacht

Zu Beginn des letzten Jahrhunderts gehörten die Anlagen am Ottiliae-Schacht zu den modernsten Europas. Vor allem die Aufbereitung setzte damals Maßstäbe. Der Schacht diente als Förderschacht für die auf Kähnen unter Tage angelieferten Erze der Clausthal-Zellerfelder Bergwerke. Heute sind das älteste erhaltene stählerne Fördergerüst Deutschlands und die funktionstüchtige Fördermaschine einmalige Zeugnisse der Industriegeschichte.

 Fördergerüst und Schachthalle
 Fördermaschinenhaus mit Fördermaschine
 Dampfmaschine
 Ausstellung „Vom Wasserrad zur elektrisch angetriebenen Fördermaschine“
 Abfahrt der historischen Tagesförderbahn von Mai bis Oktober: Sonn- und Feiertag 11.00 Uhr, Sonnabend, Sonn- und Feiertag 14.30 Uhr, Abfahrt vom „Alten Bahnhof“
 Am Ottiliaeschacht/Ecke Berliner Straße, Clausthal-Zellerfeld, Telefon 05323 98950

Ottiliaeschacht

Ottiliaeschacht



Schacht Kaiser Wilhelm II.

Der Schacht Kaiser Wilhelm II. war mit einer Teufe von 1023 m, seinem stählernen Fördergerüst, einer Fahrkunst, einer Dampfförder- und einer Wassersäulenmaschine der zentrale Förder- und Seilfahrtschacht des Clausthal-Zellerfelder Bergbaus.

Das Gelände ist für Besucher jederzeit zugänglich. Schautafeln erläutern die einzelnen Anlagen. Einblicke in das Schachthaus und in die Fördermaschinenhalle sind tagsüber möglich.

 Nachbildungen von 2 Wasserrädern in Originalgröße
 Fördergerüst und Maschinenhalle mit Fördermaschine
 Ausstellung „Kulturdenkmal Oberharzer Wasserregal“
 Freier Zutritt zum Gelände, Ausstellung geöffnet vom 1. April bis 31. Oktober, täglich 15 - 17 Uhr
 Erzstraße 24, Clausthal-Zellerfeld, Telefon 05323 98950

Kehrrad

Kaiser-Wilhelm-Schacht



Runde Radstube Thurm Rosenhof

Die Grube Thurm Rosenhof zählt zu den ältesten und am längsten betriebenen Bergwerken in Clausthal. Der Rosenhöfer Gangzug ist die Keimzelle des Clausthaler Bergbaus. Vom Beginn des 16. Jahrhunderts bis ins 20. Jahrhundert wurde die Grube ununterbrochen betrieben.
Das Kehrrad der Grube drohte von dem anfallenden Abraum verschüttet zu werden, daher schützte man es durch einen Mauerring. Mit dem Anwachsen der Abraumhalde wuchs auch der Mauerring - bis zu einer Höhe von 24 m. So wurde aus einem oberirdischen ein unterirdisches Gebäude.

 Keimzelle des Clausthaler Bergbaus
 Die Sohle des 24 Meter tiefen unterirdischen Gemäuers wird über Treppen und Leitern erreicht.
 Helme werden gestellt.
 Führungen von April bis Oktober an Sonn- und Feiertagen um 13.00 Uhr oder nach Absprache.
 Am Ottiliaeschacht (Reinhard-Roseneck-Weg), Clausthal-Zellerfeld, Telefon 05323 98950

Runde Radstube

Runde Radstube



Dorotheer Rösche

Die Gruben Dorothea und Caroline waren die ertragreichsten aller Clausthaler Gruben. Sie lockten schon früh viele Besucher an. So fuhren unter anderem Goethe und Heine in diese Gruben ein.

Auch Sie haben die Möglichkeit, in der wieder hergerichteten Dorotheer Rösche einen Eindruck von der Arbeit unter Tage zu bekommen. Sie werden mit Stiefeln, Helm und Geleucht ausgerüstet, ehe Sie der Führer in die Welt unter Tage entführt. Eng und feucht ist es hier unten und Sie werden froh sein, wenn Sie am Ende der Tour über Fahrten (Leitern) im Caroliner Wetterschacht wieder ans Tageslicht kommen.

 Untertägige Exkursion durch einen Wasserlauf
 Stiefel, Helm und Geleucht werden gestellt
 20 Meter hoher Ausstieg über Leitern
 Führungen von April bis Oktober
 Rechtzeitige Anmeldung erforderlich: Telefon 05323 98950
 Termine hier.

In der Dorotheer Rösche

Im Caroliner Wetterschacht

 Druckversion der Seite „Welterbe-Highlights“